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05.07.2019

Auslandsstipendien: Wie gelingt ein Semester weg von zu Hause?

Der Wunsch, einige Monate im Ausland zu verbringen, ist auch bei angehenden Physiotherapeuten weit verbreitet. Neben dem Kennenlernen einer anderen Kultur, suchen viele auch fachlichen Austausch und möchten ihre Berufsperspektiven erweitern. In unserer Artikelserie stellen wir Ihnen deshalb verschiedene Möglichkeiten vor, wie ein Auslandsaufenthalt auch während der Ausbildung gelingen kann.

Formale Voraussetzungen

Grundsätzlich ist ein Auslandssemester in der deutschen Physiotherapieausbildung nicht vorgesehen. Die Entscheidung, ob bestimmte Inhalte angerechnet werden und ob eine Unterbrechung überhaupt möglich ist, liegt also beim Ausbildungsinstitut sowie der zuständigen Aufsichtsbehörde. Auch während der Praktika gibt es in einigen Bundesländern enge Vorschriften was die Praktikumsstellen angeht. Es ist daher meistens nicht möglich, ein selbstorganisiertes Praktikum im Ausland zu absolvieren. Studierende in der Physiotherapie haben es etwas einfacher. Nach Abschluss der physiotherapeutischen staatlichen Prüfung sind sie formal nur noch Hochschulstudierende und können dadurch wie alle anderen Studierenden an zahlreichen Austauschprogrammen teilnehmen oder ein Urlaubssemester beantragen. Trotzdem sollten auch Studierende sich vor der Planung das Okay ihrer Hochschule einholen.

Eigene Organisation versus Austauschprogramm

Ein Auslandsaufenthalt kann selbstverständlich auf eigene Faust organisiert werden. Allerdings ist die Organisation meist äußerst zeitraubend und häufig auch nicht erfolgsversprechend. Denn neben Unterkunft, Versicherung und Finanzierung müssen auch die beruflichen Zugangsvoraussetzungen geklärt werden, um im jeweiligen Wunschland als Physiotherapeut tätig werden zu können. Wir empfehlen deshalb Interessierten, sich einem strukturierten Austauschprogramm anzuschließen. Dadurch werden viele Hürden bereits im Vorfeld geklärt und nebenbei auch die Finanzierung gesichert.  

Persönliche Voraussetzungen

Wer im Ausland arbeiten möchte, muss auch persönlich offen sein, sich auf Neues einzustellen. Eine andere Kultur, veränderte Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt Heimweh können den Traumaufenthalt auch schnell zum Alptraum werden lassen. Organsierte Austauschprogramme bieten aber auch hier eine gute Alternative. Meistens können sich die Programmteilnehmer bereits im Vorfeld in Deutschland kennenlernen und erste Kontakte knüpfen. So fällt die Eingewöhnung deutlich leichter. Außerdem bieten die meisten Organisationen einen Ansprechpartner vor Ort, wenn irgendwo Probleme auftreten sollten.

In den kommenden Wochen werden wir Ihnen im Rahmen dieser Artikelserie einzelne Austauschprogramme für Physiotherapeuten und deren Schwerpunkte vorstellen.